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Heidelberger Teilchenphysikerin wird erste Frau an der Spitze der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

16. Mai 2011

Die Heidelberger Professorin Johanna Stachel wird ab April 2012 Präsidentin der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Mit der 56-jährigen Kern- und Teilchenphysikerin wird erstmals eine Frau die Leitung der weltgrößten physikalischen Fachvereinigung übernehmen. Sie wird den amtierenden DPG-Präsidenten Wolfgang Sandner ablösen, der dann turnusgemäß in die Position des Vizepräsidenten wechselt.

Johanna Stachel ist Professorin für Experimentalphysik an der Universität Heidelberg. Am internationalen Forschungszentrum CERN in Genf ist sie überdies an den Experimenten mit dem Teilchenbeschleuniger LHC beteiligt. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht das „Quark-Gluon-Plasma“. Aus diesem Materiezustand, der unmittelbar nach dem Urknall den Kosmos erfüllte, entwickelten sich einst Grundbausteine der Materie und schließlich alles, was wir heute im Universum vorfinden. Der LHC macht es möglich, diese kosmische „Ursuppe“ im Labormaßstab nachzubilden und zu untersuchen.

Die Präsidentschaft der DPG ist ein Ehrenamt auf jeweils zwei Jahre. Prof. Stachel wurde vom DPG-Vorstandsrat zur Präsidentin für die Amtsperiode 2012 bis 2014 gewählt. Bis zu ihrem Amtseintritt ist sie designierte Präsidentin. Die DPG, deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 59.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt.

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